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Gutshof

In der schnelllebigen Zeit wünschen vielleicht auch Sie sich auf einem Gutshof in Ihrem Rhythmus leben zu können. Viele Aussteiger verwirklichen sich den Traum vom Landleben nach Jahren im stressigen Berufsalltag und müssen dann feststellen, auch auf dem Hof ist viel zu tun.

Denn die Führung und Übernahme eines Gutshofs sollte sorgsam bedacht werden. Derjenige der es sich leisten kann in diesem Ambiente zu leben ohne den Hof zu bewirtschaften muss zuvor sehr gut situiert gewesen sein. Für alle anderen gilt dagegen, dass weiter gearbeitet wird, allerdings mehr selbstbestimmt. Im Vorfeld steht die Überlegung warum und wozu möchte ich auf einem Gutshof leben, denn damit kann man festlegen welcher Hof geeignet ist und inwieweit Vorstellung und Realität zusammenpassen.

Die Wirtschaft auf einem Pferdehof ist eine ganz andere als wenn man sich Hühner oder Schafe zulegt. Außerdem gibt es neben dem klassischen Gutshof, der Landwirtschaft mit Tieren oder Ackerwirtschaft betreibt, inzwischen durchaus ganz andere Modelle einen Gutshof zu nutzen um individuell leben und arbeiten zu können.
Möglicherweise benötigen Sie den freien Raum eher um eine Werkstatt einzurichten oder Seminare anzubieten. In diesem Falle werden Sie natürliche eine andere bauliche Anlage benötigen als für die Landwirtschaft. Ein landwirtschaftlicher Gutshof braucht angemessene Flächen für die gewünschten Tiere sowie bei der Ackerwirtschaft benötigen Sie Platz für ihre Landmaschinen und in entsprechender Menge Ackerland. Wenn Sie Land- und Viehwirtschaft kombinieren können Sie brachliegende Flächen teilweise als Weidegrund mit nutzen. Dabei müssen Sie sich aber genau informieren inwieweit es sinnvoll ist Schafe, Kühe oder Pferde das Ackerland mitnutzen zu lassen. Außerdem müssen Sie Platz für Saatgut und Ernte einplanen. Für eine Tierhaltung benötigen Sie Ställe oder geeignete Gebäude sowie Freiflächen bzw. Gehege für Geflügel. Bei jeder Tierart ist auf artgerechte Unterbringung zu achten und zudem müssen Sie bedenken, dass Sie ihre Tiere anmelden müssen. Das ist zusammen mit den Futtermitteln ein weiterer Kostenfaktor, der aber einerseits überschaubar und andererseits notwendig ist. Auch an Absicherung für den schlimmsten Fall sollten Sie denken, denn Notschlachtungen betreffen auch Privatpersonen, wenn in einer Region eine Seuche ausbricht.

Wenn ihr Gutshof aber nicht traditionell genutzt wird, sondern ein Zentrum für Seminare werden soll oder für Künstler, die ihre selbst komponierten Songtexte einstudieren wollen, können Sie ganz anders planen. Hier stehen wahrscheinlich zunächst Umbaumaßnahmen an um ihren Hof optimal herzurichten und Seminarräume sowie Fremdenzimmer auszubauen. Auch das Ambiente ist dann weniger von Tieren, als von einem ländlich künstlerischen Flair geprägt.